Hm. Jetzt habe ich mir die 10er schon eine Weile angesehen und damit gerungen.
@Hertie: Ja, es ist nicht ganz trivial, Daten aus einer anderen Distribution zu übernehmen. Früher war das kein Ding, einfach /home belassen (eigene Partition) und das lüppte dann.
Bei Fedora 10 mußte ich so weit gehen, das /home neu erzeugen zu lassen und die Daten anschließend reinzukopieren. Anschließend als root chown -R vimes.vimes /home/vimes und dann klappte auch alles.
root sollte allerdings unbedingt Zugriff haben, ansonsten kannst Du sie Dir verschaffen, via chown -R root.root VERZEICHNIS - dann gehört das Verzeichnis root.
Was mir aktuell noch Kopfschmerz bereitet: pulseaudio. Ich benutze ja gerne etwas schlankere Desktop-Umgebungen. Unter icewm ist es mir bisher nicht gelungen, den Sound zum Klingen zu kriegen. Bei dem testhalber installierten Gnome war das kein Thema.
Allerdings spuckt hier SELinux in die Suppe, das verhindert RealTime-Zugriffe, man muß also entweder die entsprechende Policy ändern oder den User der Gruppe "rt" hinzufügen. Darauf kam ich durch einen entsprechenden Hinweis des SELinux-Konfigurators unter Gnome.
Unter icewm dagegen wird pulseaudio anscheinend beim Start gar nicht initialisiert; anschließend fällt z.B. Kaffeine auch zuverlässig auf den A*sch. Muß ich mir nochmal genauer ansehen. Für fluxbox gibt es sogar ein eigenes Plugin. Also seh ich mir auch fluxbox mal wieder an ...
Begeisternd: Im Gegensatz zu Debian/Lenny funktioniert der Intel-Treiber hier erstklassig, dri ist aktiv. Das war bei Lenny nicht so.
Das Netzwerk dagegen verträgt erstmal keine statische IP, anscheinend ein bekannter bug. Mittlerweile habe ich raus, wie die Konfigurationsdatei für die Schnittstellen heißt (bzw. Dateien, für jede eine), da stell ich das heut abend dann ein.
Mein Lieblings-Mailabrufprogramm "mpop" ist zumindest in den Standard-Repos nicht enthalten, aber das ist mal echt kein Beinbruch, das Dingens ist ratz-fatz installiert. ./configure, make, make install und fertig. Wunderbar.
Insgesamt macht Fedora 10 auf mich einen guten Eindruck; einiges ist anders gelöst (Netzwerk!), so daß ich mich erstmal schlau lesen muß. Mitunter (pulseaudio) finde ich die Doku nicht bzw. Google spuckt nicht sehr viel hilfreiches aus. (Zumindest mir hat es bisher nicht geholfen)
Schaun wir mal, ich werde voraussichtlich bei Fedora bleiben, denn auch mein Lieblings-Java-Programm lüppt hier vorbildlich. Unter Lenny: ein einziges Geruckel ...
MfG
Vimes