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Geschrieben von MobyDuck am 24.08.2006 um 18:10:

  Ist Ubuntu over-hyped?

Ubuntu ist unbestritten sehr erfolgreich. Doch viele Linuxer rümpfen die Nase, halten Ubuntu für eine durch geschicktes Marketing geförderte Modeerscheinung. Ein ganz interessanter Beitrag zu dieser Diskussion findet sich hier:

http://linuxhelp.blogspot.com/2006/08/is-word-ubuntu-in-ubuntu-linux-over.html
(engl.)

Der Autor fragt sich, was denn nun Ubuntu so erfolgreich macht. Seine sicherlich subjektiven Gründe fasse ich mal kurz zusammen:

Zunächst erwähnt er die Ship-It-CD. Jeder Interessierte hat die Möglichkeit, kostenlos eine Ubuntu-CD zu erhalten, egal, wo er wohnt. Das gilt für die Dritte Welt genauso wie für Chicago oder Wald-Michelbach.

Weiter meint der Autor, dass Debian besondere Sympathien bei den Linuxern genieße ("Debian holds a special place in their hearts"). Leider sei das serverorientierte Debian nicht sonderlich einsteigerfreundlich. Ubuntu habe den Spagat geschafft, die sympathischen Eigenschaften von Debian wie das gelungene Paket Management mit Usability auch für den Home User zu verbinden.

Sodann fragt sich der Autor, warum bei einem Home Desktop sinn- und nutzlos jede Menge Dienste lauschen sollen. Bei Ubuntu braucht man nicht zu zählen. Per default sind alle Ports geschlossen. Damit sei Ubuntu das ideale OS für surfende Heimanwender.

Außerdem komme Ubuntu per default ohne installierten Kompiler daher. Im geschäftlichen Einsatz könne man daher auch nicht vergessen, ihn zu deinstallieren, um Schabernack vorzubeugen. Wenn man einen Kompiler benötige, sei er natürlich in ein paar Augenblicken installiert. (Anm: Wenn man einen Server betreibt, sollte man natürlich wissen, was man da tut, eigentlich braucht man einen Kompiler bei Ubuntu nur sehr selten großes Grinsen ).

Der Artikel endet dann mit ein paar artigen Worten in Richtung Community.



Geschrieben von Vimes am 24.08.2006 um 22:35:

  RE: Ist Ubuntu over-hyped?

Dem kann ich in den meisten Punkten zustimmen. [1]

Den Compiler braucht ein normaler User eigentlich nie, es sei denn, es MUSS eine Software sein, die es in den Quellen nicht gibt.
Im geschäftlichen Einsatz würde ich allerdings eher dazu tendierem, dem User sudo wegzunehmen. Mit root-Rechten kann man erheblich mehr Schabernack treiben als mit einem Compiler (den man mit sudo eh nachinstalliert kriegt) - was nicht heißt, daß ich einen Compiler draufhauen würde. Die Leute sollen ARBEITEN...

MfG
Vimes

[1] Daß die Sympathie für Debian ein Grund sei, naja, ob so viele Umsteiger von debian gehört haben, wage ich zu bezweifeln.